Unsere Winzerinnen haben einfach alles – Charme, Geschmack und vor allem eines: Ein richtig gutes Händchen für richtig gute Weine! Vorbei die Zeiten als sich Frauen in der Männerdomäne Weinbau behaupten mussten. Heute gibt es genügend Frauen, die mit ihrer Handschrift den Weinbau nachhaltig prägen. 
Es wächst eine Generation von Winzerinnen heran, die sich mit einer Rolle als Ehefrau im Hintergrund, wie sie es vielleicht noch von ihren Müttern kennen, nicht mehr zufriedengeben. Betriebe, die traditionell an Söhne gegangen wären, werden von Frauen übernommen. Joel Payne, Chefredaktur des Gault Millau betont: “Noch nie haben so viele Frauen so guten Wein gemacht.“

Das können wir nur bestätigen und wollen Ihnen heute 3 unserer Topwinzerinnen vorstellen.

Das d’Auzières – unbändige südfranzösische Lebensfreude           

Irène Tolleret ist eine Frau zum Verlieben. Sie ist eine wahre Powerfrau und strahlt eine Lebensfreude aus, die ansteckend ist. Und sie hat etwas, das weiß Gott nicht jede hat. Seit Juli 2003 ist die ehemalige Geschäftsfrau und talentierte Önologin nämlich stolze Eigentümerin eines neun Hektar großen Weingutes unweit von Montpellier.

„Mit Können und feinem Gespür für ihre Reben hat sich Iréne Tolleret ein Platz ganz oben in der Weinszene Südfrankreichs erobert.“ Captain Cork

Die Weinberge ihrer Domaine Mas d’Auzières liegen auf einem Hügel am Fuße des Pic St. Loup und sind mit Syrah, Grenache Noir und Mourvèdre bestockt. Die starken Schwankungen zwischen Tages- und Nachttemperatur zeichnen für den feinen Charakter und das nuancenreiche Bukett ihrer Weine verantwortlich.

Mit dem Traktor über ihre Weinberge zu fahren ist für Irène selbstverständlich. Sie packt an, was sie anpacken muss. Ohne wenn und Aber. Besonders hervorzuheben sind die originellen Namen ihrer Weine. „Sympathie pour les Stones“ beispielsweise rührt nicht nur daher, dass sie hier ihre ganze Liebe dem sagenumwobenen Pic St. Loup im französischen Langedoc zum Ausdruck bringt, sondern sie ist nun mal ein eingefleischter „Rolling Stone“ Fan und ehrlich gesagt eine ziemlich „rockige“ Winzerin! “Sympathie pour les Stones ist Rock and Roll im Glas gepaart mit einem Schuss unbändiger südfranzösischer Lebensfreude!”

Weingut Birgit Eichinger – Sympathische Spitzengewächse aus dem Kamptal

Birgit Eichingers Weingut sieht aus wie ein kleines Herrenhaus, ist aber in Wahrheit ein großes Frauenhaus. Ein Frauenhaus, dass sich mittlerweile zu einem Fixstern unter den Betrieben Österreichs gemausert hat. So gehört ihr Weingut zu den „Österreichischen Traditionsweingütern“, den besten Weingütern im Donauraum. Dort ist sie unter anderem aktiv an der Klassifizierung der „Ersten Lagen“ beteiligt.

Für Birgit entstehen große Weine im Kopf und im Herzen. Weiterentwicklung nicht Stillstand, Individualität statt Mainstream sind ihr Credo. Sie „liebt es, wenn ihre Weine ordentlich Muskeln spielen lassen.“ schreibt der Falstaff über die Winzerin. Ihre Rieslinge und Grüne Veltliner von 15 Hektar bester Strasser Traditionslagen sind der Inbegriff für hochelegante und charakterstarke Weißweine. So hat sich Birgit Eichinger in wenigen Jahren an die österreichische Spitze gearbeitet und Kritiker begeistert. Neben zahlreichen nationalen Auszeichnungen werden die Weine von Birgit Eichinger regelmäßig auch im internationalen Wettbewerb mit hohen Punktzahlen bewertet.

Ihr Erfolg rührt unter anderem daher, dass sie es blendend versteht, den einzelnen Sorten die optimale Lage zuzuordnen. Die einzelnen Reben wurden quasi mit der Lupe platziert, um jeder Traube möglichst viele Facetten zu entlocken. Dabei wird sie im Hintergrund unterstützt und gestärkt von ihrem Mann Christian und ihrer Tochter Gloria, doch im Keller ist sie ganz alleine verantwortlich für ihre „Muskel bepackten“ Weine.

Darüber hinaus ist sie Mitgründerin von „11 Frauen und ihre Weine“. Folgenden Text zitieren wir nur zu gerne:

„Frauen haben Männern rein gar nichts voraus.

Sie schneiden die Triebe nicht unbedingt besser, fahren nicht besser Traktor oder pflügen gar ordentlicher.

Sie können die Beeren genauso gut oder genauso schlecht vor Krankheit und Schädlingen schützen.

Nicht mehr, nicht weniger.

 Frauen schneiden Trauben auch keineswegs penibler vom Stock.

Sie machen den Wein im Keller weder enthusiastischer noch behutsamer.

Sie sprechen auch nicht mehr mit dem Wein, als Männer es tun – und doch:

Wenn Frauen Wein machen, kommt Wein dabei raus, den viele Männer gerne machen würden.

Aber warum dem so ist, das wissen nur wir 11.

Also: Lassen sie sich überraschen!

Zum Wohl!“

 

Julia, Karoline und Elena Walch

Elena Walch – Qualität ohne Kompromisse

In der reizvollen Landschaft Südtirols haben die Reben schon vor Jahrtausenden ideale Voraussetzungen gefunden, um fantastische Weine hervorzubringen. Unzählige Generationen von Winzern haben das traditionsreiche Weinland mitgestaltet und geprägt.

Elena Walch hat in der Gegenwart entscheidend zum Wiedererstarken des hiesigen Qualitätsanbaus beigetragen und ist die einzige Frau, die sich in der Südtiroler Weinszene nachhaltig einen großen Namen machen konnte. Dieser Name hat mittlerweile nicht nur in Italien einen guten Klang, sondern findet weltweit Bewunderung.

Das Erstaunliche daran ist, dass die gebürtige Mailänderin nicht vom Beginn ihres Schaffens mit dem Wein verbunden war. Erst die Liebe führte Sie aus ihrer Heimat in das schöne Südtirol. Durch die Heirat in eine der ältesten Winzerfamilien dieser Gegend, wurde dann aus dem Beruf der Architektin die Berufung zur Winzerin.

Diese Entscheidung hat sie nie bereut und die unzähligen Auszeichnungen sind Lohn für die harte Arbeit, mit der sie ihre Weine auf Spitzenniveau hält. Qualität und Innovation fördernd, steht Elena Walch an der Spitze der Qualitätsrevolution Südtirols und hat lokales und internationales Ansehen für Ihr Schaffen erlangt. So hat sie neben der Konzentration auf klassische Südtiroler Trauben auch moderneren internationalen Rebsorten großzügig Platz eingeräumt und die Erträge zugunsten höchster Ansprüche drastisch reduziert. Dieser kompromisslose Einsatz für Qualität bringt Weine von feinster Sortenstilistik hervor, die zugleich Kraft, Eleganz und vor allem Terroirtypizität aufweisen.

Seit  Beginn des Jahres 2015 weht nun ein ganz besonders frischer Wind durch das Weingut: Die beiden Töchter von Elena Walch, Julia und Karoline, haben die operative Leitung des Traminer Weinguts übernommen – und das aus eigenem Interesse und Liebe zum Wein! Die beiden Schwestern haben neben dem Studium praktische Arbeitserfahrung auf Weingütern in Bordeaux und Australien gesammelt und bringen somit eine wichtige Basis, die unverzichtbar ist um das Erbe ihrer zielorientierten Mutter weiterzuführen, mit. Mit einer Kombination aus modernen, frischen Inspirationen aus der alten und der neuen Welt und der langjährigen Erfahrung ihrer Mutter, werden die Beiden mit dem Weingut auch in Zukunft ihren ganz individuellen Weg gehen! Und das nicht ohne die Grundsteine des Erfolgs der Walch-Weine zu vernachlässigen.

Die Frauen sind stolz auf ihr Handwerk und ihren bodenständigen Beruf. Auch wenn Winzerinnen noch rar sind wie Frauen in Vorstandsetagen, wird es sicherlich eine interessante Beobachtung inwieweit der Erfolg der Frauen den Weinmarkt verändern wird. Mitbestimmen tun sie ihn in heute schon in jedem Fall.

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