Frühlingszeit ist Spargelzeit. Nach der Kargheit des Winters werden wir von der Natur für unser Durchhaltevermögen belohnt. In den großen deutschen Spargelgebieten wird auf Hochtouren daran gearbeitet, dass der König des Gemüses, »der Spargel«, in Weiß und Grün seinen Weg auf unsere Teller findet. Lecker zubereitet und mit ausgewählten Weinen kombiniert, wird das Spargelessen zum Fest für alle Sinne. Wir begleiten Sie bei der Vorbereitung und geben ein paar nützliche Tipps für ein köstliches Arrangement.

Der Sonne entgegen

Wie bei uns Menschen sind es die warmen Tage des Frühlings und die ersten Sonnenstrahlen, die den Spargel wecken und ihn nach dem Licht strecken lassen. Wie beim Wein kommt es hierbei auf das Zusammenspiel von Boden, Wärme, Feuchtigkeit und das Geschick des Landwirts an – damit aus dem Sprossgemüse leckerer Spargel entsteht.  

Der Spargel ist als mehrjährige Kultur im Anbau ein sehr anspruchsvolles Gemüse, sozusagen die Diva des Gemüseregals. Während der Saison von Mitte April bis zum 24. Juni, dem Johannistag, sind viele emsige Spargelstecher auf den Feldern beschäftigt. Denn der Spargel wird meist traditionell von Hand geerntet – das hat seinen Preis. Umso wichtiger ist es, den Spargel in der Küche vollständig zu verwerten und ihn mit dem richtigen Wein zu genießen. Dann entfaltet das Gemüse seine ganze Finesse. Das Essen wird ein echtes Highlight!

Naturgegebene Köstlichkeiten

Auf knackige Frische und vollen Geschmack achten

Neben der Frische ist es vor allem die Farbe des Spargels, die seinen Geschmack beeinflusst. Also zunächst der obligatorische Frischecheck: Einfach zwei Spargelstangen gegeneinander reiben. Entsteht dabei ein Quietschen, so ist der Spargel frisch. Alternativ können Sie auch die Spitzen anschneiden. Tritt gleich Saft aus, kommt der Spargel gerade vom Feld – so wie wir ihn lieben! Wie der Spargel ansonsten schmeckt, ist vor allem eine »Farb-Frage«.

Wir Deutschen lieben den weißen Spargel. Kein Wunder, dass dieser das Geschehen und einen Großteil der hiesigen Anbaufläche von über 20.000 Hektar dominiert. Weißer Spargel gedeiht unter der Erde. Das ist auch der Grund für seine helle Farbe, seine Milde, seinen nussig-erdigen Geschmack und die leichte Bitterness. Gestochen wird er erst, wenn die Stangenspitzen an die Erdkruste stoßen und durch leichte Wölbungen signalisieren, dass sie kurz vor dem »Durchbruch« stehen. Durch das Sonnenlicht färbt sich die Spitze ganz leicht violett. Wird dann zu spät geerntet, geht violetter Spargel hervor. Doch das tut der Qualität keinen Abbruch, der Geschmack intensiviert sich umso mehr.

Frischer Spargelsalat mit Baby-Spinat, knackigem Brokkoli und Sesam.

Am Beispiel Spargel wir deutlich, welche farbliche und geschmackliche Vielfalt das Licht auslöst, denn die aromatischste Sorte reift überirdisch und präsentiert sich in sattem Grün. Die Stangen sind normalerweise etwas zarter als die des weißen Spargels. Und dennoch voller Geschmack – und mit viel Vitamin C gesegnet!

Spargel und Wein, erlesene Qualität für ultimativen Genuss!

Nachdem wir nun den Spargel in all seinen Facetten gezeigt haben, geht es nun zur richtigen Zubereitung und noch wichtiger zur richtigen Weinauswahl!

Spargel und Wein, sicher das Candlelight Dinner unter den Foodpairings! Die hochwertigen Zutaten sollten aber auf keinen Fall vor dem Ausprobieren abschrecken –  im Gegenteil, wie oftmals im Leben gilt auch hier: Probieren geht über Studieren. Mit dem kleinen Einmaleins unserer Weinexperten wird Ihnen  auch dieser Schritt vor dem Hochgenuss für alle Sinne wunderbar gelingen, denn eins ist sicher: Als edles Gewächs verlangt der Spargel nach vornehmen Begleitern.

Grundregel 1: Balance wahren!

Oft wird der Spargel als Gemüse in Kombination mit kräftigem Fleisch wie etwa saftigem Steak eingesetzt, die leckere dunkle Soße zusammen mit dem Fleisch dominiert das Gericht. Hier gilt es einen Wein zu wählen, der die Kraft aufgreift, im Zusammenspiel nicht untergeht und so die Balance und Ausgeglichenheit bewahrt. Der Grundsatz »Zu Spargel bitte nur Weißwein« sollte in diesem Fall nicht zu streng ausgelegt werden.  Ein kräftig beeriger Syrah aus Südfrankreich, wie etwa der Syrah aus dem Hause Rothschild oder ein im Eichenfass gelagerter Colomé Estate Malbec sind hier die adäquate Wahl.

Grundregel 2: Dem Spargel einen Rahmen und eine Bühne geben

Als eher delikates, zartes Gemüse kann der Spargel, egal ob als cremige Suppe oder in leckeren Kräuterpfannkuchen an Sauce Hollandaise, die Hauptrolle in einem Gericht auf exzellente Weise spielen. Die Darbietung sollten Sie am besten mit einem dezenten, frisch-fruchtigen Wein unterstützen, der neben seiner Säure mit einem feinen Schmelz überzeugt.

Hervorragend geeignet sind der Blanc de Noirs »Edition Schloss Salem« sowie der »3 Haberer« Grüner Veltliner vom Weingut Müller. Wird der Wein mit glasig gebratenem Fisch serviert, ist auch eine Kombination mit balancieren Roséweinen spannend. Probieren Sie etwa den toskanischen Alìe Rosé, der nach dem traditionellem Saignée-Verfahren hergestellt wird und eine feine Tanninstruktur und saftige Aromen aufweist. 

Grundregel 3: Eigene Weinfavoriten zum Spargel testen

Entscheidend ist natürlich, dass der Wein Ihnen schmeckt! Haben Sie Ihren Favoriten schließlich entdeckt, sollten Sie ihn unbedingt zu verschiedenen Spargelgerichten probieren. So kann sich Ihr Spargelwein immer neu beweisen und Sie finden all seine Stärken heraus.

Damit Sie für sämtliche Spargel-Rezepte den idealen Tropfen zu Hand haben, haben unsere Weinexperten eine große Auswahl an Spargelweinen für Sie zusammengestellt. Für die kommenden Wochen sind Sie damit optimal ausgestattet!

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