Es herrscht Ausnahmezustand. Auch in der Weinwelt. Auch im Bordeaux. Dort sogar ganz besonders. Denn es ist jetzt an der Zeit, die neuen Jahrgänge der vielen Châteaus zu verkosten, zu bewerten und zu verkaufen. Doch in diesem Jahr lauern ungeahnte Herausforderungen auf das En-Primeur-Geschäft, das Verkostungen voraussetzt. Die aber fanden kaum statt. Jedenfalls nicht im Bordeaux. Auch wir wären im Frühjahr wieder unterwegs gewesen, hätten unsere Winzer und Weingüter im Bordelais besucht, die Jungweine probiert und für Sie bewertet. In diesem Jahr war die Reise leider nicht möglich. Dass die Subskription 2019 trotz allem erfolgreich sein wird, davon sind wir überzeugt und legen uns für Sie umso mehr ins Zeug.

So konnten wir inzwischen einige Dutzend Proben bei uns in Bremen verkosten. Weitere werden folgen! Zwar ist an Muster der in der »Union des Grand Crus de Bordeaux« (UGCB) organisierten Cru-Weingüter bislang nicht heranzukommen, aber bei anderen Weinen hilft die »Worlwide-Winecommunity«. Renommierte Weinexperten teilen ihre Probeneindrücke über das Netz, sodass mittlerweile eine Beurteilung von etlichen Bordeaux-Weinen des Jahrgangs 2019 vorliegt. Und der lässt Großes erwarten…

Stimmen zum Bordeaux-Jahrgang 2019

So schreibt der Weinkritiker James Suckling: »Es mag surreal erscheinen, jetzt vor dem düsteren Hintergrund von COVID-19 und der geschädigten Weltwirtschaft […] darüber nachzudenken, 2019er Bordeaux en primeur zu verkaufen. Aber die Weine, die ich bisher aus dem Jahr 2019 verkostet habe, scheinen gut bis exzellent und qualitativ vergleichbar zu sein mit 2018, 2016 und 2015 – alles ausgezeichnete Jahrgänge.«

Vielsagend und pointiert schreibt auch Gavin Quinney von Château Bauduc auf dem Blog von Jancis Robinson: »Bordeaux 2019 – ein sehr gutes Jahr. ,Sie scherzen wohl – nicht schon wieder?‘ Nein, wirklich, Bordeaux 2019 ist ein sehr guter bis exzellenter Jahrgang. Durch Hitzewellen, Trockenstress und einem regnerischen Finale war es nicht einfach, aber das Bordelais genoss einen langen, trockenen Sommer und einen Herbst mit gerade genug Regen […].«

Links: Unsere Profis beim Verkosten der 19er Jahrgänge. Rechts: Château Cambon La Pelouse.
Linke Seite: Unsere Experten Lars Kaniok und Ulrich Breitenstein (v.r.n.l.) beim Verkosten der 2019er Jahrgänge.
Rechte Seite: »Château Cambon La Pelouse.«

Und Jane Anson vom Fachmagazin »Decanter« ergänzt mit Blick auf das gesamte Erntejahr sowie auf die beiden Ufer der Gironde und Garonne: »Insgesamt war 2019 ein heißer Jahrgang mit all den potenziellen Erfolgen und Fallstricken, die diese Art von Jahren mit sich bringt: reiche Früchte, Konzentration, hoher Alkoholgehalt, viel Tannin. Die Spitzenweine des linken Ufers wirken weniger üppig, aber strukturierter als 2018, also stilistisch näher an 2016. Aber ich habe bisher festgestellt, dass es weniger Beständigkeit gibt […] als im Jahr 2016. Die Spitzenweine des rechten Ufers scheinen stilistisch näher an 2018 zu liegen. Sie sind in vielen Fällen reichhaltig und üppig, wenn auch mit einem etwas höheren Säuregehalt als 2018.«

Subskription 2019 – die Weine im Detail

Insgesamt also scheint der Jahrgang 2019 dazu anzuleiten, sich (neu) in die Weine des Bordeaux zu verlieben. Dazu passt auch, dass die Preise aufgrund der besonderen Umstände niedriger liegen werden, als in den Vorjahren. Und das bei sehr hoher Qualität! Um Ihnen von letzterer einen Eindruck zu verschaffen, stellen wir Ihnen nachfolgend ausgewählte Weine vor. Wie gewohnt erhalten Sie diese bei uns in der Subskription 2019:

Château Cambon la Pelouse, Haut-Médoc

Begeben wir uns bei unserer virtuellen Bordeauxreise zuerst ins Haut-Médoc, wo alle Beteiligten völlig »geflasht« waren von den Weinqualitäten – und das für »so wenig« Geld. Für uns sind einige Best-Buys dabei.

Einer dieser Weine ist Château Cambon la Pelouse. Der Cru Bourgeois Exceptionnel zeichnet sich dieses Jahr durch seine reichhaltigen Extrakte und seine volle Frucht aus – ein rundum balancierter Wein, mit toll integrierten Tanninen und großer Frische.

Dieser Haut-Médoc, mit seinen ausdrucksstarken Fruchtaromen und schöner Struktur, wirkt lang und geschmeidig. Er ist in 2019 wieder toll gelungen und das für wenig Geld.

Ulrich Breitenstein, Verkaufsleiter
Links: Château Cantemerle. Rechts: Château Phélan Ségur – beide aus 2019.
Links: Château Cantemerle. Rechts: Château Phélan Ségur – beide aus 2019.

Château Cantemerle, Haut-Médoc

Ein weiterer Wein aus dem Haut-Médoc, von dem hier keiner genug bekommen konnte, ist der Château Cantemerle – für den einen oder anderen Kollegen vielleicht einer der besten Weine am heutigen Tag. Der Jahrgang 2019 ist ausgezeichnet gelungen. Mit feiner Aromatik und finessenreicher Vollmundigkeit zog uns der Cantemerle in seinen Bann.

Château Cantemerle gehört einmal mehr zur Crème de la Crème des Haut-Médoc. Frucht, Kraft und Eleganz im herrlichen Einklang, ein Best-Buy des Jahrgangs!

Lars Kaniok, Geschäftsleitung

Château Phélan Ségur, Saint-Éstèphe

Reisen wir weiter nach Saint-Estèphe, eine Appellation, deren Weine sich regelmäßig durch nobles Tannin auszeichnen. So ist es auch beim Château Phélan-Ségur. Mit seiner Ausgewogenheit und Finesse hat der Phélan Ségur nicht nur die Kritiker, sondern auch unsere Herzen für sich gewonnen. Mit seidig feiner Struktur und enormer Tiefe ist der 2019er nicht nur ein Wein, mit einwandfreiem Lagerpotenzial, sondern wahrscheinlich auch einer der besten Jahrgänge, die auf Château Phélan Ségur produziert wurden.

Mein Favorit in Sachen Preis-/Genussrelation. Wer hier in diesem Jahr nicht zugreift ist selbst schuld. Ein großer Wein, der noch Jahrzehnte überleben wird.

Lars Kaniok, Geschäftsleitung

Château Malescot-Saint-Exupéry, Margaux

Der Château Malescot-Saint-Exupéry sticht mal wieder heraus und prescht qualitativ auch im Jahrgang 2019 vor. Das Bukett ist einladend komplex. Mit seinem robusten Tanningerüst, verführerischer Frucht und straffer Säure verheißt dieser Wein aus dem Margaux großen Genuss für die Zukunft. Das Potential ist immens!

Schönes, dunkles Rot, sehr vielschichtig, tolle Tiefe, seidige Tannine und gute Säure. Wieder auf Top-Niveau – wie die letzten Jahre auch.

Ulrich Breitenstein, Verkaufsleiter
Links:  Château Malescot-Saint-Exupéry. Rechts:  Château Fleur Cardinale – beide aus 2019.
Links: Château Malescot-Saint-Exupéry. Rechts: Château Fleur Cardinale – beide aus 2019.

Château Fleur Cardinale, Saint-Émilion

Ein Blockbuster jagt den nächsten, doch dieses Mal springen wir zum rechten Ufer der Gironde. Genauer gesagt nach Saint-Émilion, wo wir einen Château Fleur Cardinale vorfinden, der sich am Gaumen mit einer genialen Textur präsentiert. Ein eher kraftvoller Vertreter der Appellation Saint-Émilion von gleichzeitig wunderschöner Eleganz.

Die typische Kraft des Grand Cru Classé macht Château Fleur Cardinale zu einem Must-Have aus Saint-Émilion. Trotz des hohen Merlot-Anteils nichts für Ungeduldige!

Lars Kaniok, Geschäftsleitung

Bordeaux-Subskription 2019 bei Ludwig von Kapff

Wir hoffen, dass Sie durch unsere kurzen Eindrücke auf den Geschmack gekommen sind und bleiben für Sie natürlich immer auf dem aktuellsten Stand. Weitere Proben und Bewertungen folgen in den kommenden Tagen und Wochen. Darüber informieren wir Sie gerne hier im Weinblog und auch telefonisch im persönlichen Service.

Schon jetzt können Sie sich in unserer stetig größer werdenden Auswahl an Bordeaux-Weinen des Jahrgangs 2019 »en primeur« bedienen. Schauen Sie dazu einfach in unserem Webshop vorbei oder rufen Sie uns unter 0 42 1 – 39 94 317 für eine persönliche Beratung an.

Wir wünschen Ihnen schon jetzt viel Vergnügen beim Entdecken der Subskriptions-Weine und freuen uns auf Ihre Bestellung.

Ihr Team von Ludwig von Kapff

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