In unseren Breiten empfiehlt es sich ja immer, jeden Sonnenstrahl zu nutzen. Ein stabiles Sommerhoch ist ja auch in diesem Jahr schwierig und so tut man gut daran, jede Aussicht auf ein paar warme Tage umgehend draußen zu verbringen. Egal ob im heimischen Garten, mit dem Picknickkorb auf dem Rad, als Camper mit dem Wohnmobil auf dem Zeltplatz oder auch am Strand des Mittelmeers – der Sommer ruft nach Terrassenwein und meint damit nicht die extrem steilen Hanglagen, die zur besseren Bearbeitung terrassiert werden. Gemeint sind Weine, die die Franzosen vin piscine nennen, in der Regel Rosé oder Weißwein, Sommerweine, die sich bei hohen Temperaturen einfach trinken lassen und auch am Pool eine gute Figur abgeben. Leider ruft das Wort Terrassenwein vielfach noch immer negative Assoziationen hervor. Der ein oder andere denkt an Weine minderer Qualität. Dem ist überhaupt nicht so. Ein heißer Sommertag oder ein lauer Abend, den man relaxt mit Freunden auf der Terrasse zubringt, verlangt nach Weinen, die einen nicht gleich aus den Sandalen hauen. Der Wein soll uns erfrischen, den Gaumen kitzeln und gern Lust auf ein weiteres Glas und leichte Sommerküche machen.

Metzger-Terrassenwein
Metzger Prachtstück – der ideale Terrassenwein

Gute Begleiter im Sommer sind deshalb Weine wie das Metzger Prachtstück vom sympathischen Uli Metzger, die leicht und fruchtig daherkommen und eine gute Säure mitbringen. Junge, spritzige Weißweine und Rosés sind da eine gute Wahl. Zwischen 11 und 12 Volumenprozent Alkohol sind optimal, um nicht zu schnell zu Kopf zu steigen und die Beine schwer werden zu lassen. Auch einige Rotweine vermögen das Zeug zum Terrassenwein zu haben und geben ein perfect Match mit Gegrilltem.

Rotweine mit niedrigerem Alkoholgehalt, wenig Tannin und ohne Holzausbau sind im Sommer ein Genuss. Sollen uns die sommerlichen Begleiter wirklich erfrischen, empfiehlt es sich, sie etwas stärker zu kühlen als sonst üblich. Ein perfektes Beispiel ist der Zenato Bardolino. Warm wird der Wein von allein. Ich serviere Weißweine an heißen Tagen bei sechs bis acht Grad Celsius, Rosé bei ungefähr zehn Grad Celsius und junge, fruchtige Rotweine bei ungefähr 12 bis 14 Grad Celsius. Eine Kühlmanschette sieht zwar nicht besonders nobel aus, aber sie erfüllt einen guten Zweck und lässt einen etwas entspannter sitzen. Auch für einen Ausflug zum Baggersee mit Proviant ist sie eine gute Wahl.

Sommerwein
Im Sommer darf es auch gerne mal ein Rosé aus Südafrika sein.

Ich halte persönlich nichts von Weinschorlen und würde immer ein Glas Wasser zum Wein präferieren als den Wein zu verdünnen. Geschmackssache, natürlich! Wer gern Schorle mag und knackige Frische im Glas haben will, der ist mit einem Riesling sicher gut beraten. Mildere Säure bringt ein Silvaner. Rosé – und Rotweinschorlen bringen noch ein bisschen mehr Ausdruck ins Glas. Das Wasser zum Mischen sollte möglichst wenig Eigengeschmack haben, um dem Wein seinen Platz zu lassen. Und selbstverständlich bringen auch Schaumweine an heißen Tagen eine fein prickelnde Erfrischung. Ob Prosecco Frizzante, Winzersekt oder Champagner, ein paar Bläschen im Glas sind als Apéritif ein wunderbarer Einstieg.

Egal, wofür Sie sich entscheiden, feiern Sie den Sommer mit reichlich guten, ausreichend gekühlten Weinen, die Ihnen und Ihren Gästen Trinkfreude bringen und die Zeit auf der Terrasse unvergesslich werden lassen. Und sollte das Wetter in unseren Gefilden mal wieder nicht mitspielen, Ihre Weinauswahl wird sicher das Zeug dazu haben, für eine angemessene Sommerstimmung zu sorgen.

In diesem Sinne eine schöne Sommerzeit!

Auf uns!

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